Weihnacht im Frühling
Weihnacht im Frühling, Weihnacht im Sommer, Weihnacht im Herbst und zur Winterszeit, immer ist Weihnacht.
Aber wo denn? Aber wie?
Gottes Geburt im Menschen.
Hochzeit mit dir, Mensch
Zuunterst im silbernen Wassergrund, tief unterm Sehn und Verstehn, ruht schon der Himmel in dir, Mensch, spielt er sein Heilsspiel mit dir, Mensch schliesst er die Hochzeit mit dir, Mensch. Zuunterst im Grund.
Zuunterst im silbernen Wassergrund, tief unterm Sehn und Verstehn, kommt der Erzengel zu dir, Mensch ist Gottes Geburt in dir, Mensch, ist ewige Weihnacht in dir, Mensch. Zuunterst im Grund.
Schau in den Wasserspiegel hinein, Mensch. Du hast alles in dir: Den Hirten, den König, den Stern und das Tier.
Hingerissen vom Kind, deinem herrlichen Herrn, von dem sie gezogen sind, wollen sie hinknien in dir, Mensch, und mit Maria es anschaun, zuunterst im Grund. Amen.
Die Erde singt
Die Erde singt Gewächs und Getier es singen die Wasser die Sterne mit ihr. Gott, Mensch geworden wie wir, ein Kind. Ist jetzt Weihnacht, oder nicht? Wenn Himmel und Erde zusammenkommen, dann singt es.
Jetzt tanzen die Hügel, die Weihnacht, ein Kind! Die Felder, die Wälder, die Flüsse, die Städte, sie tanzen, als hätte sich alles gewendet, sie tanzen als wäre der Tod schon verendet, die Weihnacht, ein Kind!
Jetzt tanzen und laufen im Kreis um die Mitte das Meer und die Schiffe als riefe, als griffe der Lobpreis der Lobpreis der Engel nach ihnen. Sie holen die Welt in die Weihnacht.
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