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Freude

Ort: Reben

Gedicht hören:

Kloster Fahr – Jahrhundertbaum

von Silja Walter

Kloster Fahr, Jahrhundertbaum, eingesenkt im Wurzelgrund
am Fluss, der durch die Gezeiten weiterwachsen, blühen und zur Reife kommen muss.

Sind wir Fahrer-Frauen nicht geheime Frühlingbäume
im verschlossnen Garten, deren Blüten, Früchte, Ihm gehören,
dem sie leben,
den sie lieben und erwarten?

Lasst entlang der grünen Hügel uns an Weg- und Wiesensäume Nuss – und Apfelbäume pflanzen!

Wenn darin die Winde spielen und die Vögel durch die seidenleichten Blätter
tanzen,
wird auch bald die Zeit zur Reife sein.

Kloster Fahr, Jahrhundertbaum, helles Zeichen
zum Vergleichen mit dem Himmelreich.
Das, was wir schon ohne Fragen gläubig wissend in uns tragen, singen wir jahrhundertlang
Tag um Tag im Lobgesang.
Selbst in unsern jungen Bäumen singt, was Erd und Himmel träumen: Gott macht alle Schöpfung neu.